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Vomitory: In Death Throes (Review)

Artist:

Vomitory

Vomitory: In Death Throes
Album:

In Death Throes

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Death Metal

Label: Metal Blade
Spieldauer: 38:43
Erschienen: 10.04.2026
Website: [Link]

VOMITORY waren zu „Redemption“-Zeiten eher ein schwedischer Geheimtipp, vermochten sich aber im neuen Jahrtausend mit weiteren Knaller-Alben einen festen Platz an der Spitze der Old-School-Death-Metal-Szene zu erobern. Das Grundrezept: tiefergelegte Todesblei-Ästhetik der Nordhalbkugel, gepaart mit giftig-brutalen Grindcore-Episoden, wilder Crust-Kanonade und Kerry-King-Gedächtnis-Geschrubbe.

Auch eine Band-Pause von über zehn Jahren (2011-2023) konnte dieser offenbar unverwüstlichen Mixtur nichts anhaben. Und so tönen VOMITORY auf ihrem aktuellen Langeisen „In Death Throes“ wie eh und je, was nicht nur bedeutet, dass ihre klangliche Ausdrucksart unverändert bleibt. Ebenso gelingt es den vier Schweden, qualitativ an solche Meisterstücke wie „Blood Rapture“ aufzuschließen. Wir reden also nicht von musikalischer Weiterentwicklung, sondern von Perfektionierung eines durchaus eigenen Stils. „Never change a winning system“, wie der angelsächsische Volksmund besagt.

In Death Throes“ bietet demnach die Band-typischen Brutalo-Breitseiten. Von der ersten Sekunde an machen VOMITORY keine Gefangenen. Was dabei direkt ausgesprochen positiv heraussticht, ist die differenzierte Produktion, insbesondere die knallige Snare, die wirklich konsequent Arsch tritt. Insgesamt bereitet diese Platte einfach gewaltig Spaß. Das liegt an dem Umstand, dass die hier gegenständliche Musik trotz ihrer extremen Machart erstaunlich eingängig daherkommt, vor allem in den Dreschflegel-Sequenzen nicht mit Killerriffs geizt (man nehme Notiz von „For Gore and Country“ oder „Cataclysmic Fleshfront“) und die einzelnen Elemente aus Death/Thrash Metal, Grindcore und Crust in ein (rhythmisch) ausgewogenes Verhältnis setzt.

Der sparsam eingesetzte Stumpfsinn eines „Rapture in Rupture“, die sporadische Stockholm-Reminiszenz im Titeltrack sowie die bisweilen verspielte Midtempo-Nummer und CARCASS-Verneigung „Wrath Unbound“ können darüber hinaus kleine Widerhaken platzieren. Rundqvist, Gustafsson und Co. begehen dankenswerterweise nicht den Fehler, in zu generische Old-School-Schweden-Death-Gefilde abzudriften oder gar in die Slam-Falle zu treten – aus Mangel an Ideen und Möglichkeiten. Das Ganze trägt vielmehr eine eindeutige Handschrift und ist stilistisch gefestigt. Nur muss man wohl (kritisch?) konstatieren, dass die zehn Songs nach dem Prinzip „Kennst du einen, kennst du alle“ gestrickt sind.

FAZIT: VOMITORY haben nichts verlernt: Die extreme Musik, die bereits um die Jahrtausendwende begeisterte, besticht ebenfalls Anno 2026 durch ihre unwiderstehliche Rezeptur. Eingetrümmert von alten Hasen, die offenkundig kein bisschen müde oder leise geworden sind, stellt „In Death Throes“, das zehnte Album der Band, somit einen heißen Anwärter für die Jahresbestenlisten im Old-School-Death-Metal-Segment dar.

Tim Rahrbach (Info) (Review 64x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Rapture in Rupture (2:55)
  • For Gore and Country (3:24)
  • Forever Scorned (4:11)
  • Wrath Unbound (3:42)
  • In Death Throes (4:33)
  • Cataclysmic Fleshfront (3:39)
  • Two and a Half Men (3:27)
  • Erased in Red (3:27)
  • The Zombie War General (3:56)
  • Oblivion Protocol (3:56)

Besetzung:

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